Klemens Hallmanns Vermögen: Vom 1,5 Milliarden Euro Imperium bis zur Versteigerung von Wein und Autos

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Klemens Hallmann war ein Name, der noch vor nicht allzu langer Zeit in Wien Türen öffnete. Er gehörte zu den 100 reichsten Österreichern, ein Selfmademan, der Berichten zufolge ein Vermögen von 1,5 Milliarden Euro angehäuft hatte, Arnold Schwarzeneggers Klimagipfel sponserte und nach dem eine Basketballarena benannt wurde. Nun werden teure Weinflaschen und Luxusautos aus seinem Besitz irgendwo in der Stadt, in der er aufgewachsen ist, für eine Versteigerung vorbereitet. Es sind solche Details, die einem Niedergang Realitätsnähe verleihen.
Seiner eigenen Biografie zufolge stammte Hallmann aus bescheidenen Verhältnissen und wurde 1976 im vierten Wiener Bezirk geboren. Mit siebzehn Jahren erwarb er ein Zertifikat in Wirtschaftsinformatik. Mit achtzehn verkaufte er Computerteile. Mit neunzehn kaufte er seine erste Immobilie.
Dieser frühe Gespür für Immobilien sollte alles Folgende prägen und ein Imperium schaffen, das sich über Finanzdienstleistungen, Filmproduktion, Wohnbebauung und Beteiligungen in der Medizintechnik erstreckte. Seine eigene Vision und wie sich nun zeigt gewisse Annahmen darüber, wie lange die Immobilienmärkte günstig bleiben würden, hielten die Hallmann Corporate Group zusammen, während sie zu einem riesigen, ehrgeizigen Unternehmen heranwuchs.
Als Hallmanns Bauunternehmen, die Süba AG, die er 2018 vollständig übernommen hatte, im April 2025 beim Wiener Handelsgericht Insolvenz anmeldete, wurden die Risse öffentlich. Die Süba AG hatte enorme Verbindlichkeiten in Höhe von rund 226 Millionen Euro, während das Vermögen nur 8,6 Millionen Euro betrug. Hallmann meldete bis August Privatinsolvenz an. Er übernahm eine persönliche Haftung in Höhe von 75 Millionen Euro, die größtenteils auf von ihm gemachte Zusagen zurückzuführen war, und gab ein persönliches Vermögen von knapp 5,9 Millionen Euro an.
Es lohnt sich, darüber nachzudenken, wie sich dieser Verlauf von außen betrachtet darstellt. Ein Mann, dessen Vermögen einst auf über eine Milliarde Euro geschätzt wurde, bietet seinen Gläubigern nun an, ihnen über einen Zeitraum von zwei Jahren dreißig Cent zurückzuzahlen. Berichten zufolge sind 102 Gläubiger betroffen. Nicht zuletzt die Zahlen zeichnen ein anschauliches Bild.
Für Führungskräfte, die in Zusammenbrüche dieser Größenordnung verwickelt sind, ist Hallmanns Offenheit ungewöhnlich. Er hat einen Rückgang bei Immobilientransaktionen festgestellt, der weit über seine eigenen Unternehmen hinausgeht; Geschäfte, die früher schnell abgeschlossen wurden, dauern nun Monate, der Verkauf von Wohnungen stagniert, und die österreichischen Vorschriften für die Vergabe von Hypothekarkrediten sorgen für Reibungen am Markt.
Er scheint der Ansicht zu sein, dass es sich hierbei eher um strukturelle Hindernisse als um interne Probleme handelte, und vielleicht ist daran auch etwas Wahres. Steigende Zinsen und strengere Kreditvergabevorschriften haben den europäischen Immobilienmarkt in einer Weise belastet, auf die selbst vorsichtige Marktteilnehmer nicht vorbereitet waren.
Es ist schwieriger, die durch die Süba-Situation aufgeworfenen Fragen zu ignorieren. Mit einer Verschuldung zwischen 45 und 50 Millionen Euro war die Hallmann-Holding der größte Gläubiger des Unternehmens. •ba hatte Darlehen von der Holding erhalten und wurde 2023 aus dem Konzernabschluss gestrichen, da das Unternehmen seinen Jahresabschluss nicht vorgelegt hatte. Es ist nach wie vor unklar, ob diese Maßnahme Ausdruck einer verantwortungsvollen Unternehmensführung ist oder etwas Unangenehmeres dahintersteckt.
Die Tatsache, dass seine Kerngruppe, die Hallmann Holding, offiziell nicht insolvent ist, lässt sich nicht leugnen. Hallmann hat dies immer wieder betont und dabei auf ein Eigenkapital von rund 403 Millionen Euro und eine Eigenkapitalquote von 42 Prozent verwiesen. Die Immobilienbestände der Holding sollen sich in begehrten Lagen befinden, und Hallmann glaubt, dass sich die Lage angesichts sinkender Zinsen und einer möglichen Markterholung wieder verbessern könnte. Er könnte Recht haben. Er hat genug Zyklen auf dem Immobilienmarkt erlebt, um zu verstehen, wie sich Aufschwünge anfühlen.
Unterdessen geht die Versteigerung weiter. Luxusfahrzeuge. Alte Weine. Die angesammelten Gegenstände eines Lebens, das auf gewagten Wetten und schnellen Entscheidungen beruhte. Wenn man dies aus der Ferne beobachtet, kommt man kaum umhin, daran zu denken, wie viele österreichische Immobiliengeschichten der letzten zehn Jahre in ähnlichen Räumen geendet haben: Gläubiger versammeln sich, Vermögenswerte werden gezählt und Vermögen drastisch nach unten korrigiert. Hallmann hat etwas Greifbares geschaffen. Wie viel davon überlebt, steht noch in den Sternen.
